2006-04-28 19:52:17
Zuchterfolg bei Xenotilapia papillo sunflower isanga
Im Herbst des letzten Jahres erwarben wir eine zehnköpfige Gruppe mittelgroßer Wildfänge dieser hochinteressanten Spezies. Die Tiere bezogen ein 450-Literbecken und befinden sich in Gesellschaft unserer Enantopius kilesa-Zuchtgruppe. Die Fütterung erfolgt abwechslungsreich, zwei bis dreimal täglich, mit hohem Lebendfutteranteil. Die Fische wuchsen relativ langsam, aber kontinuierlich auf jetzt ca. 10 cm heran. Bis jetzt haben sich 3 Paare gebildet, welche regelmäßig ablaichen und auch konsequent durchtragen. Das Ablaichen erfolgt meißt in den frühen Morgenstunden. Nach ca. sechs Tagen übergibt das Weibchen alle Larven an das Männchen, welches wiederum ca. fünf bis sechs Tage die Jungen behütet. Bereits in diesem Stadium teilen sich beide Elterntiere die Brutpflege, d.h. sowohl Weicbchen als auch Männchen haben die Larven im Maul. Anfangs werden die Larven täglich komplett übergeben, später pflegt dann jedes Elternteil seinen Teil der Larven. Leider ist die Art überaus unproduktiv. Wir haben noch nie mehr wie sechs Junge pro Laichgang beobachten können. Erschwerend ist auch das verhältnismäßig langsame Wachstum der Tiere. Hierfür entschädigt allerdings die hochinteressante Brutpflege.Um dies ideal zu verfolgen, haben wir ein Paar in ein 80-Literbecken überführt, das den beiden Tieren jetzt allein zur Verfügung steht. Was sollen wir sagen, es ist eines unserer Lieblingsbecken...
2005-08-30 13:32:10
Nachzucht von Xenotilapia (nigrolabiata) „ red princess“
Im Dezember 2004 erwarb ich 4 Wildfänge dieser Art bei Herrn Janicki von CJ-Aquarium aus 
Hüllhorst-Schnathorst, welchem ich an dieser Stelle nochmals vielen Dank für diese Tiere und auch 
für viele andere sagen möchte. Alle dort erworbenen Tiere waren stets von ausgezeichneter 
Gesundheit und haben uns nie Probleme bei Eingewöhnung, Pflege und Zucht bereitet.
Die vier unterschiedlich großen ‚Prinzessinnen‘ bezogen bei mir ein 500-Literbecken mit einer 
Zuchtgruppe Cypr. leptosoma kitumba. Vom ersten Tag an nahmen sie jede Nahrung gierig an und 
waren nie schreckhaft. Sie entwickelten sich prächtig, wie meine Fotos zeigen.
Ich tippte auf ein Männchen und drei Weibchen; welch ein Glück! Diese These bewahrheitete sich 
später. Nach drei Monaten war es dann soweit, das mittlere der drei Weibchen hatte das Maul 
brechend voll. Zum Leidwesen meiner Frau war ich kaum noch vom Aquarium wegzulocken; ich 
pflegte praktisch mit! Die Fütterung fuhr ich auf ein Minimum zurück, es gab keine Leckerbissen 
mehr und die Recherche nach Zuchtberichten begann. 
In der DCG fand ich einen kurzen Artikel, in dem von ca. 16 Tagen Brutpflege die Rede war.
Da ich kein Risiko eingehen wollte und in meinem Aquarium zudem Temperaturen von ca. 27°C
herrschen, wollte ich das ‚schwangere‘ Weibchen ein bis zwei Tage vor dem errechneten 
‚Ausspucken‘ in ein separates 100-Literbecken überführen. Also fing ich am 14. Tage das Tier heraus, 
setzte es in einen Eimer, um es vorsichtig in den anderen Raum mit dem kleineren Becken zu tragen, 
und prompt spuckte das Tier 12 Junge aus. Ein leichter Dottersack war noch zu erkennen und mich 
überkam die Angst, dass es viel zu früh war. Ich entschied mich, die Jungen in das kleine Becken zu 
setzen und das Weibchen zurück in das große. 
Ich hatte Glück, am nächsten Tag schwammen die kleinen in Truppen auf Futtersuche durch das 
Becken. Ich verabreichte etwas Artemia, was sofort gierig angenommen wurde.
Die Tiere wuchsen sehr schnell. Nach sechs Monaten sind sie zwischen fünf und sieben Zentimeter 
groß und es gab keine Verluste.
Die Elterntiere laichen noch immer regelmäßig ab, trugen aber nie mehr durch. Vermutlich waren die 
Eier nicht befruchtet, da es immer am 3. Tag vorbei war. 
Zur Zeit trägt dasselbe Weibchen schon den 8. Tag wieder eine Brut und ich bin guter Hoffnung....
Viele Grüße von den Barsch, Cichliden Züchtern aus Thüringen.